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Orthonoxie (= die Nagelspange)

Was ist eine Nagelspange, wozu dient sie und wer bekommt sie?

Eine Nagelkorrekturspange besteht aus medizinischem, federndem, rundem, Edelstahl mit einem Durchmesser von 0,3 bis 0,6 mm. Die Nagelkorrekturspange wird individuell angefertigt und der Nagelplatte angepasst. Die speziellen Endhaken werden am seitlichen Rand des Nagels eingesetzt und bis in die Nagelmitte geschoben. Durch die elastischen Kräfte und die federnden Materialien wird die Spange beim aktivieren zu einen Aufwärtszug gebracht.

Ziel der Nagelkorrekturspange ist, die Linderung oder Beseitigung der Beschwerden des seitlichen Nagelrandes. Der eingewachsene Nagel (= Unguis incarnatus) oder der Roll/Zangennagel (= Unguis convolutus) soll wieder in seine natürliche Ursprungsform gebracht werden. Folgeschäden die bei einer Nagel-OP entstehen könnten, können so vermieden werden.

Der Erfolg einer Nagelkorrekrutspange ist abhängig von der Mitarbeit des Patienten und den äußeren Einflüssen auf die Nagelplatte, weiterhin ist er noch abhängig von der Dicke der Nagleplatte und wie stark der Nagel bereits eingerollt ist.

Vorrausetzung an den Patienten ist

  • die regelmäßige Nagelpflege,
  • die richtige Einschätzung des Nagelproblems,
  • passform-genaues bzw. geeignetes Schuhwerk,
  • regelmäßige podologische Behandlungen,
  • regelmäßige Spangensitzkorrektur und regelmäßige Spangensitzkotrolle
  • und tägliche selbstkontrolle der Tamponaden im Seitlichen Rand.

Die Behandlungsdauer beträgt je nach Wachstumsgeschwindigkeit zwischen 12 und 18 Monaten.

Kosten der Nagelkorrekturspange sind nicht im podologische Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten. Eine Nagelspangenkorrektur ist eine individuelle gesundheits Leistung. Mit einer Kostenübernahme oder Kostenbeteiligung der Krankenkassen ist nicht zu rechnen. Eine Nagelspange kann, nach Feststellung einer Podologischen Basis/Komplexbehandlung nur angefertigt und angepasst werden, wenn Ihr behandelnder Arzt eine Verordnung an die Podologin/den Podologen in Form eines grünes oder privat Rezeptes mit der entsprechenden Diagnose ausstellt.

 Eine Nagelspange wird zu Therapiezwecken eingesetzt bei:

  • Rollnagel (= Unguis convolutus)
  • eingewachsenen Nagel (= Unguis incarnatus)
  • Píncer-nail (= Pinzettennagel)
  • Clavis (= Hühneraugen) am- oder unterm Nagel

 

Vorteile eine Nagelkorrekturspange

  • sofortige Schmerzentlastung
  • keine  OP
  • keien Krankheitsbedingten Arbeitsausfall
  • sofortiges Gehen möglich
  • Keine Narbenbildung am Nagelrand
  • normaler Tagesablauf mit der Spange
  • keine Empfindungsstörungen am behandelten Zeh

 

Kontraindikationen (= Gründe gegen eine Nagelspange)

  • Onycholyse (= die Teilablösung der Nagelplatte)
  • Onychomykose (= Nagelpilz)
  • Diabetes mellitus (= die Zuckerkrankheit)
  • pAVK (= Durchblutungs Störung der Beine)
  • PNP (= Poly Neuro Pathie = die Nervenstörung in den Füßen und Beinen)
  • Onychorrexis (=Brüchiger Zerfall der Nagelplatte in Längsrichtung = Aufsplitterung)
  • fehlende  oder mangelnde Mitarbeit des Patienten