Kundeninformation

12. Okt, 2016

Vorinformation aus der Mykologie = die Lehre von den Pilzen

Myzeten sind Pilze, Pilze sind Eukarionten = eigenständige Lebewesen mit Zellkern.

Pilze sind lebende Organismen die sich von Keratin (= Horn und Zellschuppen ) ernähren, sie lieben die Feuchtigkeit und ca 35-37°Crad. der Mensch ist also  idealer Nährboden für eine Pilzkolonie.

Es gibt drei Unterteilungen der Pilzgattungen, die in der Medizin in DHS eingeteilt werden.

D = Dermatophyten: Befinden sich nur auf der Haut , Haare und Nägel, sind Fadenpilze die sich mit ihren Fäden in den Hornschuppen der Haut und Nägel verankern und einnisten. Der bekanteste seiner Art ist Trichophyton rubrum.

H = Hefepilz: Ist ein Sproß Pilz, dieser sieht auf der Oberfläche sehr Blumenkohlartig aus, sitzen ebenfalls auf der Haut - und Hautanhangsgebilden, wie Haare und Nägel. Jedoch sind diese gefährlicher. Denn der Hefepilz ist zum einen sehr sprungwütig und verteilt seine Erreger gren in weit versteute Regionen, (Achtung beim Socken ausziehen) also in umliegendes Gebiet. Zum Anderen setzt der Hefepilz Enzyme frei, kann so die Haut aufweichen, dringt durch die Haut ein und wandert ins Innere, hat dann die Möglichkeit sich an Sehen, Weichteile, Knochen und Organe anzulagern und ungestört zu vermehren. Der Hefepilz ist wegen seiner starken Hefeanteile riechbar. Vorsicht beim einatmen! Setzt sich an die Innenwände der Nasenschleimhaut, setzt Enzyme frei und dringt in die Bereiche des Menschlichen Kopfes ein. Der bekannteste seiner Art ist der Candita albicans.

S = Schimmelpilz: Ist der gefährlichste der Pilzarten, ist auch ein Sproß Pilz, hat die selben Eigenschaften wie ein Hefepilz. Nur setzt dieser gefährliche Toxine (= Giftstoffe) frei, die erhebliche Schäden am und im Menschlichen Organismus verursachen. Setzt sich auf Körper, Häute, Schleimhäute, Vagina, Speise oder Atemwege. Äußerste Vorsicht beim Biomüll, Pilze lassen sich einatmen, verteilen sich im Organismus. Der bekannteste seiner Art ist der Aspergillus.

Wie erwirbt man eine Pilzinfektion und wer ist btroffen?

Immunschwäche: Wenn das Körpereigene Abwehrsystem, das in der Regel jeder Mensch hat, geschwächt ist, ist der Menschliche Organismus anfällig für Krankheitserreger. Eine vorrübergehende Immunschwäche kann sein, ein Grippevirus. Dieser kann das  Abwehrsystem außer Gefächt setzten, Pilze dringen ungehindert ein und vermehren sich solange die Bedingungen für sie gut sind.

Diabetes mellitus: Beeinträchtigt in erheblichen Maße das gesamte Gesundheitsbild des Menschen auf mehreren Ebenen.

Neuropathie: Die Nervenstörung bewirkt eine Inaktivität der willkürlichen (= die bewusst geführten Muskeln der peripheren sind nicht mehr kontrollierbar) und unwillkürlichen (= die von Sympathikus und Parsympathikus gesteuerten Funktionen sind dadurch gestört z.B. Befeuchtung der Hautschichten= Drüsenfunktion = trockene, schuppige, spröde,Pergamenthaut) Systemsteuerungen. Hier können Pilze sich einfach in kleinste Hautrisse einnisten.

Angiopathie: Durchblutungsstörung der Gfäße durch Arteriosklerose = Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden, die eine Minderdurchblutung an Gewebe und Organe verursachen. Das beeinträchtigt und schwächt den gesamten Menschen. Pilze haben hier leichtes Spiel.

Mangelnde Hygiene: Wenn Pilze im Haushalt durch einen oder mehrere Mitbewohner aktiv sind und breit gertegen werden z. B. in der Dusche, Badewanne, auf dem Fußboden, im Teppich, im Wäschekorb, im Bett, im Handtuch, oder im Nagelpflegeset. Alles womit der Pilzinfizierete Kontakt hatte ist kontaminiert(= durch Keimbesiedelung verunreinigt) und damit eine Ansteckungsquelle.

Zu enges Schuhwerk: Kontinuierlicher Druck auf die selbe Stelle (der nicht als Druck wahrgenommen wird) kann den Nagel porös machen. Die Nagelplatte gibt irgendwann auf, löst sich vom Nagelbett ab und Pilzerreger können eindringen. Meist sind das die ersten ( der große Zeh) und die fünften ( dee kleinsten Zehen). Die im Vorderen Bereich, der oft zu schmal und spitz zulaufenden Schuhe Tag-täglich, bei jedem Schritt, mehrere Stunden Druck aushalten müssen.

Hyperhidrosis: Das übermäßige schwitzen der Füße bewirkt eine aufgeweichte Hautbarriäre, wodurch der Pilz einfach sich ansiedeln kann. Nasse aufgeweichte Füße sind Eintrittspforten für Pilzinfektionen.

Empfehlungen für zu Hause bei Pilzbefall

Hautärztliche Untersuchungen, bei dem sie Pilzproben abgenommen bekommen und nach ca. 4-6 Wochen erfahren welche Pilzgattung sie befallen hat.

Es gibt in der Apotheke diverse Mittel gegen Mykotischen Befall. Alle für die Lokale Anwendung (= auf den betroffenen Nagel oder Hautstelle direkt). Jedoch bringt ein Antipilzmittel allein, keine Heilung. Es erfordert kontinuierliche Hygienemaßnahmen und regelmäßige Untersuchungen bei Ihrem behandelnden Arzt und die konsequente Behandlung mit den Arzneimittel, entsprchend Ihrem Befall.

Gängige Therapieprodukte bei Onychomykosebefall (= Nagelpilzbefall): Wirkstoff Amorolfin ( Produktname Loceryl) dies ist ein Lack der einmal wöchentlich aufgetragen werden muss und vor der nächsten Anwendung die alte Schicht herunter gefeilt oder geschliffen werden muss. Genauso bei Wirkstoff Bifonazol ( Produktname Canesten oder Mykosopor). Und es gibt noch eine modernere Art. Die Wasserlöslichen Anti-Mykotischen Mittel, diese müssen einmal tägl. aufgetragen werden. Am besten abends, weil sie sich im laufe des Tages mit der Fußfeuchtigkeit selbst auflösen. Brauchen dafür nicht mühsam herunter gefeilt zu werden, sind keine Lacke sondern nur tropfende Lösungen. Wirkstoff Ciclopirox (Produktname Ciclopoli).

Bei allen Antimykotischen Mitteln, sind die Produktnamen nicht wichtig, viele Hersteller kopieren gern voneinander. Alle Wikstoffe sind gleich effizient und greifen  bei allen drei Pilzgattungen. Alle antimykotischen Mittel müssen privat gekauft werden, werden nicht von der Krankenkasse erstattet, sind für den Lokalen Bereich auch nicht Rezeptpflichtig.

Tägliches wechseln der Socken, keine Synthetischen Stoffe, nur Naturwolle an den Füßen tragen wie: Baum-wolle, Schafs-wolle, Aloevera-wolle usw.

Schuhe möglichst nur aus Naturprodukten: Kuhleder, Büffelleder, Elchleder usw.

Tägliches wechseln der Handtücher, Handtücher mit niemandem teilen

Kleidungsstücke und Handtücher bei min. 60 °Crad waschen (Textilien 60°Crad )

Nach jedem gebrauch die Dusche oder Badewanne mir Flächendesinfektion reinigen

Jeglichen Kontakt mit den Füßen vermeiden, nict Barfuß laufen

Gut abtrocknen, besonders in Hautfalten und zwischen den Zehen, keine feuchtigkeit stehen lassen

keine Crems zwischen die Zehen, der Zehenzwischenbereich ist ohnehin schon schlecht belüftet durch den Zehenengstand.

keine Fuß-Deos, keine Schuh-Deos, fördert nur die Feuchtigkeit

Schuhe nindestens 24 Stunden auslüfften lassen, d.h. die Schuhe die sie gesten an hatten, heut nicht wieder tragen. Pilz sterben ab, bei Trockenheit.

Nagelpflegeutensilien: Nagelknipser, Nagelschere, Nagelfeile, Handwaschbürste, Nagelhautschieber, Bimsstein, Hornhautraspel, die Haarbürste und vieles andere nicht mit anderen teilen.

In Schwimmbädern nicht Barfuß laufen und auf keinen Fall die Desinfektionsduschen benutzen, um die Anderen zu schützen und hauptsächlich um sich selbst keine erneute Pilzinfektion zu holen. Wer bereits einen Pilz hatte ist viel empfänglicher als jemand der noch keine Pilzinfektion hatte.

Regelmäßige Fußpflege Behandlungen, bei einer Fachlich ausgebildeten medizinischen Fußpflegerin